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In jeder Krise steckt eine Chan...

Ach, Sie wollen das ausgeleierte Zitat nun wirklich nicht mehr lesen?
Sie wollen statt dessen lieber mal ein paar Antworten auf die Frage:
"Welche Chancen stecken denn nun in dieser vermaledeiten Krise?"

Nun - wir kennen Ihre spezifische Ausprägung der Krise nicht. Aber nehmen wir mal an, dass Sie mit Lernen im Unternehmen zu tun haben. Dann hätten wir ein paar Ideen - vielleicht inspiriert Sie ja die eine oder andere.

Zunächst: Das Management ist jetzt kleinlaut; in dieser Orientierungsphase können Sie Dinge bewegen, wenn Sie entschlossen und überzeugend auftreten.

Werfen Sie endlich das antiquierte Offline-Autorensystem über Bord! Seine Fans werden sich diesmal nicht aus der Deckung trauen.

Kicken Sie alle Compliance-Trainings und ersetzen Sie sie durch e-Learning. Wichtig dabei: erst kicken, dann ersetzen! Sonst ist die Krise vorbei, und Sie haben wieder nichts erreicht.

Intensivieren Sie die Vertriebsschulungen: schneller, öfter, präziser. Jeder begreift, dass der Vertrieb leistungsfähiger werden muss, wenn der Markt schrumpft.

Spendieren Sie teure Schulungen nur für Motivierte und Leistungsträger. Der Rest muss mit e-Learning auskommen - und das ist kein Nachteil. Messen Sie Motivation und Leistung.

Reduzieren Sie Nice-to-have-Schulungen, denn damit machen Sie sich ohnehin keine Freunde im Management. Unterscheiden Sie aber genau, was nice-to-have ist.

Reduzieren Sie Präsenztrainings von mehr als 2 Tagen um mindestens einen halben Tag. Verlagern Sie den Inhalt dieses halben Tags in ein vorbereitendes e-Learning-Programm.

Setzen Sie eine neue Betriebsvereinbarung durch, bei der beim Lernen Mindeststandards erreicht werden müssen. Nie war der Betriebsrat so kompromissbereit.

Beschaffen Sie eine kollaborative, teamfähige Online-Autorensoftware, am besten wiederum eine gehostete Lösung. (hier kommen wir mit dem CourseBuilder ins Spiel)

Booten Sie den Sysadmin aus, wenn er wieder mit seiner SAP-Strategie kommt, die Ihnen schon übernächstes Jahr (vielleicht) die Learning Solution bescheren würde. (Seien Sie dabei sehr vorsichtig, denn Sie brauchen ihn noch!) Beschaffen Sie stattdessen ein einfaches, preisgünstiges LMS; am besten nehmen Sie eine gehostete Lösung. Sie muss nur SCORM können und durch Ihre Firewall kommen.

Wechseln Sie die Agentur, oder drohen Sie mit einem Wechsel. Was glauben Sie, wie die plötzlich spuren! (weiß ich aus eigener Erfahrung)

Zwingen Sie Ihre Agentur, mit Ihrer neuen Autorensoftware zu arbeiten. Arbeiten Sie auch mit anderen Agenturen.

Bieten Sie den internen Fans Ihres bisherigen Autorensystems an, sich in das neue einzuarbeiten. Das wird sie beruhigen.

Machen Sie schnell ein Pilotprojekt. Wählen Sie ein Thema von mindestens mittlerer Wichtigkeit, das möglichst viele Mitarbeiter angeht. Lassen sie das nicht von den ehemaligen Fans der alten Autorensoftware produzieren. Die sind Ihnen noch nicht grün.

Lassen Sie das Pilotprojekt sofort in die relevanten Fremdsprachen übersetzen. Das geht jetzt ganz einfach und kommt gut beim Management.

Schmeissen Sie die alten Lernprogramme (die nicht pflegbaren, die nicht anschaubaren und die überflüssigen) weg, oder lassen Sie sie in das neue Autorensystem transferieren. Das Transferieren können die ehemaligen Fans machen. Irgendwann müssen sie sich schließlich ausmeckern, und so richtet es keinen besonderen Schaden an, bis sie zu Fans der neuen Software mutiert sind.

Sichern Sie sich die Unterstützung der Fachabteilungen. Die erhalten Sie am ehesten, wenn die Fachautoren Sie in den 3 Wochen zwischen Kickoff und Abschluss-QS eigentlich garnicht zu Gesicht bekommen. (Ihr neues Autoren-Tool ist schließlich webbasiert.)

Binden Sie die Kollegen vom Marketing mit ein und sorgen Sie für Übereinstimmung mit dem Corporate Design respektive der CI.

Soweit unsere Ratschläge. Wenn Sie alle beherzigen, können wir Ihnen versprechen, dass Sie entweder Karrierre machen, oder ganz schnell und ziemlich hochkantig rausfliegen Winken.

Übrigens: die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir sind dankbar für Ihre eigenen This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it !

Herzliche Grüße,

Ihr Peter Schöner

 
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